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Playing House, again

Morgen früh gehen wir uns wieder Häuser anschauen, diesmal möglicherweise so viel wie neun am selben Tag. Die Immobilienmaklerin, mit der wir im August Kontakt hatten, hat uns eine Liste von 27 Häusern geschickt, die ungefähr unseren Voraussetzungen entsprechen, und Erik und ich haben uns die Fotos und Informationen dazu im Internet angesehen und bis auf die neun besten reduziert. Irgendwie kann ich kaum glauben, wie schnell sich das organisieren ließ - so als ob wir eines von den Häusern, die wir morgen sehen, wirklich sofort kaufen könnten.

Das entspricht aus mehreren Gründen nicht der Wirklichkeit, worüber Erik und ich soweit wie möglich miteinander im Klaren sind. Er macht sich immer noch viel mehr Sorgen als ich darum, was in der Zukunft wäre, wenn es am Schlimmsten (und Teuersten) kommen würde - was ist, wenn wir am Haus etwas Unvorhersehbares reparieren lassen müssen, was ist, wenn sein oder mein Auto den Geist aufgibt und ersetzt werden muss, was ist, wenn seine, meine, oder Cecilys Gesundheit unvorhersehbar bedroht wird und unsere Versicherung die Behandlung nicht bezahlt? Geschweige denn, was ist, wenn seine Firma ihm kündigt, wie sollen wir uns dann noch ein Haus leisten?

Die Gründe, warum ich nicht ernsthaft daran denke, eines der morgigen Häuser zu kaufen, sind praktischer und kurzfristiger als all das. Im Grunde sind es nur zwei: Unser jetztiger Mietvertrag läuft erst Ende Juni ab, und vorher wäre es sowieso ungünstig, umzuziehen, weil ich arbeiten muss. Wenn wir im Sommer umziehen, geht alles immer besser, weil ich dann genauso wie meine SchülerInnen Ferien habe. (Alle bisherigen Umzüge, seit ich mit Erik zusammen bin, wurden während eines Sommers absolviert.) Ich darf mir auch nicht erlauben, fest damit zu rechnen, dass wir im Sommer 2012 wirklich imstande sind, in ein eigenes Haus zu ziehen, wenn der Mietvertrag abläuft. (Von allem anderen abgesehen gibt es da einige Leute, die sich im Sommer von uns einen Besuch erwünschen; das nimmt auch Zeit und Geld in Anspruch!) Aber hoffen werde ich wohl dürfen - das kostet ja soweit nix.

Ich finde es ganz wunderbar, wie mein Deutsch in letzter Zeit wiederbelebt wird. Wenn ich Deutsche Bücher lese oder mich mit jemandem auf Deutsch unterhalte (und wenn's nur Cecily ist!), fallen mir auch viele Begriffe ein, die ich gar nicht für das momentane Gespräch brauche. Heute z.B. kam mir auf einmal der Ausdruck "mit dem Zaunpfahl winken" in den Sinn, und ich weiss wirklich nicht, wieso. Aber in dem Moment konnte ich mich einfach freuen, dass es die Deutsche Sprache gibt, sie viele interessante Redeweisen enthält, und diese mir noch nicht verlorengegangen sind, wie ich es dachte.

Und als nächstes (nachdem ich das hier übersetzt habe) schreibe ich an die Begründerin von der DVD-Reihe "Little Pim German," von der wir ein paar Folgen aus der Bibliothek ausgeliehen haben, um mich darüber auszulassen, wie sprachlich und kulturell unauthentisch diese DVDs (zumindest für Deutsch) sind. Angeblich hat die Reihe unheimlich viele Auszeichnungen erhalten, aber wenn jemand wie ich sich das anhört, muss er/sie einfach feststellen, dass echte Deutschsprecher nie sowas sagen würden. Das nervigste Beispiel, das ich (unter vielen anderen) gefunden habe, ist, dass die "Little Pim"-Figur beim wiederholen anstatt "Was ist das?" immer "Was ist dies?" fragt. Es mag sich so zwar "Englischer" (bzw. für Englischsprächige verständlicher) anhören, aber wenn man doch will, dass Kinder von diesen DVDs die echte Sprache lernen, dann kann man darin keinen Nutzen finden!

Hehe, dafür gibt es bei uns in der Bibliothek auch DVD-Sammlungen der Serie "Little Amadeus," die man sich auf Deutsch anhören kann, weil die Serie ursprünglich aus Deutschland/Österreich stammt. Weil die Disketten in der amerikanischen Bibliothek ausleihbar sind, gibt's auch keine Regionsprobleme mit unserem DVD-Spieler. Ich glaube nicht, dass wir uns DVDs ansehen könnten, die uns mein Vater aus Deutschland zuschicken könnte, es sei denn, wir würden uns einen regionsfreien DVD-Spieler anschaffen. Und per "Little Amadeus" bekommt Cecily nicht nur authentisch gesprochenes Deutsch ins Ohr, sondern auch die originale Musik von Mozart, sozusagen von ihm selbst präsentiert!


I can hardly believe it, but tomorrow we are going to see a bunch more houses, possibly as many as nine in one day! The real estate agent we had been in touch with back in August sent us a list of 27 properties that fit our needs, and we whittled it down to these nine by looking through the photos and other info about each house available on the web.

It's exciting, but of course it doesn't mean we can just go out and buy one of these houses tomorrow. Erik and I have been communicating about this as clearly and openly as possible. He still has more fears and "what if"s than I do; what if we buy a house and then it requires unforeseen repairs, or if one of our cars gives up the ghost and needs replacing, or if his/my/Cecily's health were in jeopardy and our insurance won't cover medical costs?

My reasons for not initially expecting to buy any of the houses we're looking at are more down-to-earth and immediate. There are really just two: First, that our lease on this apartment isn't up until the end of June, and second, that it would be much easier to move during summer vacation than dduring the schoolyear when I am teaching. (Since I've known Erik, we have gone through multiple moves, all of which have been during the summer.) I'm not allowing myself to assume that we will be able to move into a house of our own in summer 2012, when the lease runs out, either. (For one thing, there are a number of people we'd like to visit next summer, which will also cost time and money to set up!)

I think it's great how much my German has been revived lately. When I read German books or speak German with someone (even just Cecily!), I keep remembering German phrases that aren't even relevant to the current topic of conversation. Today, for example, out of the blue I thought of the expression "mit dem Zaunpfahl winken," (to wave with a fence post, i.e. make a very obvious implication about something), and I still don't know why. I'm just happy to think that the German language exists and has colorful expressions in it, which are still not lost to me, as I had thought.

And next, I'm going to write to the founder of the "Little Pim" company that makes the German language DVDs we've been getting from the library, to give them my opinion on how linguistically and culturally inauthentic they are (at least for German). Supposedly this is such an award-winning series, but if someone like me (who has real knowledge of the linguistic context) listens to it, they can't help but think: German people would never talk like that! The most annoying example I've found (among many others) is that when the little panda character wants to review some words, he always says "Was ist dies?" for "What is this" instead of the more appropriate "Was ist das?" Sure, it may sound more "Englishy" that way (i.e. more recognizable to English speakers), but if the point is to have your child learn the real language, there can't be any use in getting these DVDs.

Heh heh, that's OK, we can still get the "Little Amadeus" DVDs from the library too, which you can listen to in German because they were originally made in Germany/Austria. That way Cecily gets to hear not only authentic German language in context, but Mozart's original music too - presented by the Wunderkind himself, so to speak!
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